swissPersona
Klausurtagung 2026 / Zentralvorstandssitzung

«Kerngesunde Finanzen»

Nach einer verkürzten Zentralvorstandssitzung, in welcher der Zentralkassier über einen sehr erfreulichen Rechnungsabschluss berichten konnte, stand der Besuch der Firma Thermoplan in Weggis auf dem Programm. Zurück im Seminarhotel Rigi am See ging es an die Bearbeitung diverser Themen im Rahmen der Klausurtagung. Besonders intensiv wurden das neue Lohn- und Beurteilungssystem des Bundes sowie die Werbung besprochen.

Beat Wenzinger
Redaktor swissPersona

Nach einem kurzen «Ausflug» in die aussergewöhnliche Stellung von Weggis im Mittelalter – Weggis wurde als einer der ersten Orte bereits im Jahr 1332 von Habsburg unabhängig –, erläuterte der Zentralpräsident Markus Meyer, dass die diesjährige Klausurtagung unter dem Motto «Reflexion und Weichenstellung» zusammengefasst werden kann. Er wünschte allen Teilnehmenden, ganz im Sinne des einstigen Knotenpunkts Weggis für Austausch und Begegnung, «einen erfolgreichen und inspirierenden Austausch».

Neues Lohnsystem Bund

Peter Rohrer ist Experte Vergütungsmanagement des Eidgenössischen Personalamtes. In einer Live-Schaltung stellte er das neue Lohn- und Beurteilungssystem des Bundes vor. Der Auftrag, so Rohrer, kam ursprünglich vom Parlament, welches eine Überprüfung des Lohnsystems beim Bund forderte. «Das neue System ist transparent –die Lohnentwicklung ist für jeden Mitarbeitenden jederzeit nachvollziehbar und nachrechbar», erläuterte Rohrer. Die vier Beurteilungsstufen werden abgeschafft und durch eine «Beurteilung in Worten» ersetzt. Zur Vereinheitlichung kommt ein neues, elektronisches Tool über die ganze Bandbreite aller Jobs beim Bund hinweg zum Einsatz. Jede Lohnklasse hat über alle Departemente hinweg einen Mindest- und Maximallohn. Neue Mitarbeitende starten mit einem höheren Einstiegslohn und erreichen einen geringeren Maximallohn. Die persönliche Lohnentwicklung bewegt sich zwischen der Anfangslohnkurve und der Lohnentwicklungskurve. Das System errechnet automatisch die Lohnentwicklung der einzelnen Mitarbeitenden. Die vorgesetzten können bei guter oder sehr guter Leistung die errechnete Lohnentwicklung übersteuern, sofern es das Budget erlaubt, und den Lohn zusätzlich in einem festgelegten Rahmen erhöhen.

«Bei der Überführung vom alten ins neue System», erklärte Rohrer, «verliert niemand etwas: Der Jahresbruttolohn bleibt unverändert. Jene Mitarbeitenden, welche unterhalb der neuen Anfangskurve eingestuft werden, werden mittels Lohnerhöhung auf die Anfangskurve angehoben. Diese Anpassungen kosten den Bund rund 38 Millionen Franken.

Neue attraktive Einkaufsvergünstigungen

Neben den wichtigen Kernaufgaben von swissPersona (Lohnverhandlungen, Einsatz für gute Arbeitsbedingungen und die Leistungen der Altersvorsorge, Stellungnahmen zu Gesetzen und Verordnungen, Verhandlungen mit Bundesrat, Departementen und Geschäftsleitungen, Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz und vieles mehr) will der Verband seinen Mitgliedern auch ein attraktives Programm von Dienstleistungen mit zahlreichen Einkaufsvergünstigungen zur Verfügung stellen, damit sich eine Mitgliedschaft auch im Portemonnaie positiv niederschlägt.

Die Geschäftsleitung von swissPersona hat beschlossen, das Angebot von Einkaufsvergünstigungen für swissPersona Mitglieder mit der Online-Plattform poinz.ch auszubauen. Werbechef Hans-Rudolf Gisler stellte die Einkaufsplattform vor. Nachdem das Mitglied auf poinz.ch einen persönlichen Account erstellt hat, kann online bei über 1000 Geschäften zu vergünstigten Konditionen eingekauft werden. Bei jedem Kauf wird der gewährte Rabatt sofort auf dem persönlichen Konto gutgeschrieben: «Man kann damit weiter einkaufen oder sich das Geld auszahlen lassen – auch Geschenkgutscheine zum Verschenken können erworben werden!», erklärte Gisler.

Sobald der Vertrag mit «poinz» im Trockenen ist und die Plattform für swissPersona-Mitglieder entsprechend eingerichtet ist, kann es losgehen. Wir informieren darüber in dieser Verbandszeitung und auf der Website.

Ausweitung Mitgliedschaft?

In einem Workshop erarbeiteten die Zentralvorstandsmitglieder die Vor- und Nachteile, die Risiken sowie die Auswirkungen auf die Organisationsstruktur von swissPersona, falls die Mitgliedschaft auf die gesamte Bundesverwaltung und die dezentralen Verwaltungseinheiten sowie andere Rüstungsbetriebe ausgeweitet werden sollte. Zentralsekretär Etienne Bernard leitete den Workshop und sammelte die Ergebnisse aus den vier Gruppen. In einem weiteren Schritt werden die Inputs ausgewertet und einer Entscheidung zugeführt.

Attraktiveres Kursangebot ARC

swissPersona beteiligt sich am Kursprogramm von Formation ARC. swissPersona Mitglieder erhalten die Kursgebühren zu 100 Prozent bis zum Maximalbetrag von 1’000 Franken pro Jahr zurückerstattet. Vor dem Besuch eines ARC-Kurses muss swissPersona ein Gesuch eingereicht werden. Da im vergangenen Jahr nur sehr wenige Mitglieder von diesem Angebot Gebrauch machten, startete Zentralvizepräsident Beat Grossrieder einen Aufruf, mit welchen Kursen man das ARC-Kursangebot attraktiver gestalten kann? Ebenfalls in Gruppen wurden Ideen diskutiert und die Resultate Grossrieder zur Weiterbearbeitung vorgelegt.

Unterstützung bei Werbeanlässen

Die Sektionen können bei Werbeanlässen auf die Unterstützung des Werbeteams zählen. Damit die Werbeanlässe der Sektionen gelingen, stellt der Verband diverse Werbeunterlagen, ein gut ausgestatteter Werbestand sowie diverse Werbegeschenke zum Abgeben zur Verfügung. In einem weiteren Workshop wurde in einer Gruppenarbeit geprüft, ob die verfügbaren Materialien angepasst oder allenfalls ergänzt werden sollen? Werbeleiter Hans-Rudolf Gisler notierte die neuen Ideen und versprach, die Resultate in die Geschäftsleitung und Werbekommission für die Weiterbearbeitung einfliessen zu lassen.

Tolles Rahmenprogramm

Wie immer an der Klausurtagung wird die intensive Arbeit an verschiedenen Themen mit einem attraktiven Rahmenprogramm ergänzt. In diesem Jahr stand die Besichtigung der Firma Thermoplan in Weggis auf dem Programm. Das 1974 gegründete Unternehmen kannte von den Zentralvorstandsmitgliedern fast niemand. Umso erstaunter zeigten sie sich auf dem beeindruckenden Betriebsrundgang in einem topmodernen Gebäude mit ebenso moderner Infrastruktur. Die Firma beschäftigt rund 530 Mitarbeitende und produziert jährlich rund 35’000 hochwertige Kaffeemaschinen. Der Hohe Exportanteil von 98 Prozent ist auch auf den wichtigsten Kunden «Starbucks», der grössten Kaffeehauskette der Welt, zurückzuführen. Besonders eindrücklich war das vollautomatische «Shuttlelager» mit acht Kilometer Förderbänder. Zum Abschluss wurde – wenig überraschend – ein feiner Kaffee mit ebenso feinem Gebäck serviert.

Am Abend genossen die Klausurteilnehmenden ein feines Abendessen und pflegten die Geselligkeit: Es wurde diskutiert, gelacht und unter dem Lead von Roland Tribolet auch gesungen.

 

Aus der Zentralvorstandssitzung – kurz und bündig

Positiver Rechnungsabschluss 2025

Zentralkassier Roland Murer fasste das Ergebnis der Jahresrechnung 2025 mit den Worten «Kerngesunde Finanzen» treffend zusammen. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Gewinn von gerundeten 60’198 Franken ab, wie Zentralkassier Roland Murer sichtlich erfreut verkündete. Rund 20’811 Franken sind auf Buchgewinne zurückzuführen, woraus ein operativer Gewinn von gerundeten 39’387 Franken resultiert. Nebst den Mitgliederbeiträgen schlagen die Verwaltungskostenentschädigungen (Einnahmen aus dem Programm mit Solution + Benefit) mit einem hohen Betrag zu Buche.

Verwendung des Gewinns

Die Geschäftsleitung schlägt dem Zentralvorstand vor, einen Teil des operativen Gewinnes wie folgt zu verwenden:

  • Jede Sektion erhält einen einmaligen Zuschuss von 2’000 Franken in die Sektionskasse.
  • Die beiden Mitarbeitenden Andrea Kolly (Sekretariat) und Beat Wenzinger (Redaktor) erhalten eine einmalige Prämie von 500 Franken.
  • André Schmid (Kassier Sektion Thun & Obersimmental), welcher in der Vergangenheit bei Engpässen in anderen Sektionen immer wieder bereit war, die Arbeiten des Kassiers auszuführen, erhält ebenfalls als Anerkennung für seinen Einsatz eine Prämie von 500 Franken.

Budget 2026

Trotz beachtlichem Jahresgewinn präsentierte der Zentralkassier ein zurückhaltendes Budget 2026 mit einem Gewinn von 420 Franken.

Alle drei Geschäfte (Jahresrechnung 2025, Gewinnverwendung 2025 und Budget 2026) wurden von den Zentralvorstandsmitgliedern einstimmig genehmigt.

Fuss gefasst in Grolley

Zentralvizepräsident Beat Grossrieder berichtete über einen erfolgreichen Werbeanlass im vergangenen November in Grolley: «Eine Person konnte direkt am Anlass als neues Mitglied gewonnen werden und zehn weitere im Nachgang».

Kompetenzzentrum Weltraum

Weiter berichtete Grossrieder über die Schaffung eines «Kompetenzzentrums Weltraum», mit welchem die Armee ihre Verteidigungsfähigkeit stärken will. Grossrieder unterstrich: «Für eine wirkungsvolle Verteidigung ist ein solches Kompetenzzentrum unerlässlich!»

Formation ARC

Nur wenige Mitglieder haben im vergangenen Jahr das Kursangebot ARC genutzt. Deshalb soll das Kursangebot ARC gemäss Beat Grossrieder für unsere Mitglieder attraktiver werden, weshalb vermehrt auf Einstiegskurse statt Zweitageskurse gesetzt wird und das Programm allenfalls mit attraktiven Kursen ergänzt werden soll.

Militärversicherung

Als letzten Punkt kam Beat Grossrieder auf den unverhältnismässig hohen Anstieg der Prämien bei der Militärversicherung zu sprechen. swissPersona wird sich mit der Direktion der Militärversicherung in einer Sitzung absprechen.

Delegiertenversammlung 2026

Die swissPersona Delegiertenversammlung 2026 findet in Monteceneri im Tessin statt. Aufgrund des für einige Mitglieder etwas längeren Anfahrtswegs, wurde die Startzeit etwas später als üblich auf 10.45 Uhr festgesetzt. Als Gastreferent hält der Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi einen Vortrag. ■ (Bild: Gruppenbild im hauseigenen Café der Firma Thermoplan mit Blick in die Produktionsstätte im Hintergrund.) (Bild Beat Wenzinger)